Die nanoCrypt AG ist spezialisiert auf mobiles Ticketing und verbindet Marketingtools, Coupon-Aktivitäten und mobile Bezahlsysteme. Das Unternehmen wurde 2004 als Spin-off von Wissenschaftlern der Universitäten Marburg, Stuttgart-Hohenheim und Stuttgart/Max-Planck-Research-School for Advanced Materials gegründet. Die ursprüngliche Kernproduktidee - die Übertragung verschlüsselter Informationen über das Mobilfunknetz und Abbildung als 2D- bzw. 3D-Barcodes auf LCD-Displays der Mobilfunkendgeräte - basiert auf wissenschaftlichen Forschungsarbeiten und Erkenntnissen in drei Disziplinen: Physikalische Chemie, insbesondere Flüssigkristallforschung, Informatik und Wirtschaftswissenschaften, insbesondere in der Industrieökonomik und Betriebswirtschaftslehre.
Forschung in der physikalischen Chemie
In der physikalischen Chemie wurden seit Beginn der 2000er Jahre umfangreiche Forschungsarbeiten über die Eigenschaften von Flüssigkristallen bzw. von Flüssigkristallanzeigesystemen durchgeführt. Gegenstand der Arbeiten ist u. a. die kollektive Dynamik ferro- und antiferroelektrischer Flüssigkristalle in elektrischen Feldern. Zunächst hatten die Arbeiten zum Ziel, die grundsätzliche Eignung von Flüssigkristallanzeigesysteme für das Auslesen einfacher 2D-Barcodes mittels Scan-Einheiten zu untersuchen. Im Jahr 2004 war nanoCrypt der erste Anbieter im Markt, der ein funktionsfähiges Ticketing-System mit handelsüblichen und damit günstigen Scan-Einheiten bereitstellen konnte. Der Stand der Entwicklung ist heute so weit fortgeschritten, dass das Auslesen der LCD-Displayinformationen mittels einfacher Handy-Kameras erfolgen kann.
Forschung im Bereich Wirtschaftswissenschaften
Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften betreibt der Mitbegründer und Vorstand der nanoCrypt AG, Prof. Dr. Michael Stephan, am Institut für Technologie- und Innovationsmanagement seit mehreren Jahren Forschung zur Entwicklung des Mobile Commerce-Marktes. Bei M-Ticketing, M-Couponing und M-Payment handelt es sich um die Kernsegmente des vergleichsweise jungen Marktes für mobile Datendienstleistungen. Der Markt befindet sich in einer noch frühen Lebenszyklusphase, d. h. es hat sich noch keine klare Wertschöpfungskettenstruktur und auch noch kein dominantes Design bei den Produkten durchgesetzt. Dies birgt einerseits enormes Marktpotenzial für die Anbieter, es besteht andererseits aber auch großes Unsicherheitspotenzial was die Nachfrageseite und Kundenpräferenzen anbelangt. Prof. Stephan hat zu dem Thema Marktentwicklung im Bereich mobiler Datendienste (insbesondere auch zu Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren) zahlreiche Bücher, Aufsätze und Studien verfasst (u. a. die beiden wissenschaftlichen Fachbücher "Innovationsmanagement im Dienstleistungssektor" und "Mobile Payment: Markt Take-off in Systemic Industries"). Für den wichtigsten Marktforschungsbericht über die globale Industrie im Bereich mobiler Datendienstleistungen ("Digital Content White Paper"), welcher jährlich von der renommierten Digital Content Association of Japan veröffentlicht wird, zeichnet sich Prof. Stephan für die Analyse der Entwicklung in Deutschland verantwortlich. Der Bericht beinhaltet die einzigen verfügbaren und zuverlässigen Zahlen zum deutschen Markt für mobile Datendienstleistungen. Neben diesen eigenen Veröffentlichungen entstanden am Institut von Prof. Stephan in den letzten Jahren insgesamt über 40 Seminar-, Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten rund um das Thema Entwicklung und Erfolgsfaktoren im Markt für mobile Datendienstleistungen.
Für die nanoCrypt AG selbst bilden diese wissenschaftlichen Arbeiten und das daraus fließende Wissen eine essenzielle Grundlage für die optimale Konfiguration der nanoCrypt-Produkte hinsichtlich der geeigneten Hardware- und insbesondere. Gerade in Märkten, die sich noch in frühen Lebenszyklusphasen befinden, ist zur Förderung der Akzeptanz auf der Nachfrageseite ein integriertes Produktangebot nicht nur aus überlegener Technologie (Hardware) sondern vor allem auch aus kundenfreundlichen und sicheren Softwarelösungen von höchster strategischer Relevanz.
Forschung und Entwicklung im Bereich IT-Software
Auf Basis dieser umfassenden Marktkenntnisse haben in den vergangenen Jahren die Informatiker der nanoCrypt AG als innovatives Kernstück der nanoTicket- bzw. nanoCoupon-Lösungen ein umfangreiches Softwaresystem entwickelt. Dieses System besteht aus mehreren Komponenten, welche in unterschiedlichen Ausprägungen verwendet werden können. Das System kann zum einen als reines Eintrittskartensystem und zum anderen als Coupon-Lösung zum Einsatz kommen.
Das technische Verfahren beim Einsatz des Produktes ist bei beiden Ausprägungen identisch. Der Endkunde registriert sich, kauft ein Ticket oder erwirbt einen Coupon und bekommt diesen dann per E-Mail zum Selbstausdrucken ("Print at Home") und/oder per MMS auf sein Handy zugesandt. Unabhängig vom gewählten Medium (MMS/E-Mail) besteht das Ticket oder der Coupon aus einem 2D-Barcode. Zusätzlich sind Daten zum Coupon bzw. der Veranstaltung enthalten. Veranstalter und Kampagnenführer können selbständig Grafiken oder Texte zu Werbezwecken ergänzen. Die Verifizierung/Einlösung erfolgt durch Scannen des Barcodes und der Überprüfung der Daten in Echtzeit. Als Übertragungsmedium kann jede beliebige Internetverbindung genutzt werden. In jedem Fall sind nanoTickets bzw. nanoCoupons absolut fälschungssicher, das System gewährt insgesamt eine hohe Datensicherheit.
Das modulare Design der Softwarearchitektur erlaubt es, den Businesskunden ein auf ihre individuellen Bedürfnisse maßgeschneidertes Softwarelösung anzubieten, die neben den reinen Ticketing- bzw. Couponing-Lösungen auch noch ein Customer Relationship Management-System beinhaltet. Die Einsatzmöglichkeiten des Systems sind vielfältig: Branchenübergreifend kann es für eine Vielzahl von Anlässen sowohl für kleine als auch große Business-Kunden zum Einsatz kommen. Trotz der Individualisierungsmöglichkeiten erlaubt die modulare Architektur eine äußerst kostengünstige Implementierung. Mit dieser architekturellen Innovation verfolgt die nanoCrypt AG damit eine klassische Mass Customization Strategie (zugleich Kostenführerschaft und kundenindividuelle Lösungen).
Die Zukunft
Die gegenwärtigen Forschungsanstrengungen sind auf die Weiterentwicklung der 2D-Barcodes zu 3D-Barcodes gerichtet (nanoMorse), mit denen über die schnelle zeitliche Taktung verschiedener 2D-Barcodes entweder die Datensicherheit gesteigert oder die Informationsübertragungskapazität deutlich erhöht werden können. Dies eröffnet zukünftig vollkommen neue Marktpotenziale jenseits von Ticketing- oder Couponing-Systemen, z.B. für den sensiblen Formular- oder Dokumenten-Verkehr oder sichere Bezahlvorgänge im Mobile Internet.
Broschüren zum Download
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nanocrypt_imagebroschuere_printversion.pdf Imagebroschüre Printversion |
2.2 M |
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nanocrypt_imagebroschuere_webversion.pdf Imagebroschüre Webversion |
1.1 M |
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nanoticket_sponsoren_printversion.pdf Broschüre Sponsoren Printversion |
504 K |
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nanoticket_sponsoren_webversion.pdf Broschüre Sponsoren Webversion |
388 K |
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